Journalismus Ausbildung

Wer als Journalist tätig sein möchte, dem stehen viele Wege offen, wobei sich die Ausbildung nicht auf das Studium beschränkt. Sicher ist ein Studium der Journalistik oder der Kommunikationswissenschaften immer noch der klassische Weg, der zur Tätigkeit als Redakteur oder Berichterstatter führt. Doch der gesamte Ausbildungsweg ist nicht einheitlich geregelt, obgleich es natürlich Punkte gibt, die fast jeder Journalist in seinem Lebenslauf vorweisen kann. Man denke hier an das Volontariat. Doch dazu später mehr. Die meisten Journalisten, die in Deutschland tätig sind, haben zuerst ein Studium absolviert und daran ein Volontariat gehängt. Von vielen Arbeitgebern wird das auch so erwartet. Nun sinkt die Zahl der offenen Stellen für eine Festanstellung der Journalisten aber ständig, daher werden auch andere Ausbildungen, die kürzer und effektiver sind, verstärkt gewählt.

Doch nicht nur das Studium ist eine geeignete Ausbildungsmöglichkeit, auch die Journalistenschule kann in Frage kommen. Wichtig zu wissen ist, dass meist ein Numerus Clausus vor die Ausbildung gesetzt wird. Wer direkt nach der schulischen Ausbildung das Studium beginnen möchte, sollte darauf achten, dass die schulischen Leistungen entsprechend gut sind. Zu beachten ist des Weiteren, dass meist Altersgrenzen gesetzt werden. Wer also denkt, er könne mit vierzig noch beginnen zu studieren, hat zwar im Prinzip Recht, er wird allerdings kaum eine Anstellung oder gar eine Stelle für ein Volontariat finden.

Nicht nur die guten Noten sind Voraussetzung für das Journalistikstudium, auch bestimmte eigene Fähigkeiten sollten mitgebracht werden. Der einfache Umgang mit der Sprache und das Beherrschen der Hochsprache ist Bedingung, Formulierungen sollten keine Probleme bereiten. Auch das eigenständige Denken sollte vorhanden sein. Die erforderlichen rechtlichen Kenntnisse werden im Studium vermittelt bzw. während des Volontariats. Nun kann der Beruf des Journalisten auch erst einmal über ein Praktikum kennengelernt werden. Mit ein wenig Glück kann daraus sogar eine freie Mitarbeit entstehen. Wie bereits erwähnt kann auch ein Quereinsteiger gute Chancen haben, im Beruf des Journalisten Fuß zu fassen. Wer beispielsweise als Wissenschaftler tätig war, kann sehr gut über ein Volontariat an eine Stelle als freier Mitarbeiter gelangen, bei der ihm seine wissenschaftlichen Kenntnisse von Nutzen sind.

Wichtig sind in jedem Fall Arbeitsproben, denn egal, ob sich jemand als Quereinsteiger oder als Volontär bewerben möchte, die Arbeitsproben sind Voraussetzung für eine gelungene Bewerbung. Solche Proben können schon entstehen, wenn jemand für die Lokalzeitung schreibt. Es empfiehlt sich daher für jeden, der mit einer späteren journalistischen Tätigkeit liebäugelt, schon möglichst frühzeitig Erfahrungen zu sammeln - hier zählen eben auch die Schülerzeitung oder die Lokalpresse.