Journalismus Studium
Sicherlich steht jemandem, der sich als Journalist seinen Lebensunterhalt verdienen möchte, auch ein Quereinstieg offen. Gerade bei den Menschen, die beispielsweise aus der Wissenschaft kommen, bietet sich ein solcher Einstieg sogar an, wenn sie über die nötigen Voraussetzungen verfügen. Der klassische Weg zum Journalisten ist aber immer noch das Studium. Hierfür können verschiedene Studiengänge gewählt werden. Möglich ist der Studiengang Journalistik, auch die Kommunikationswissenschaften führen zum Ziel. Sogar ein Sprachenstudium ist möglich, für einen angehenden Auslandskorrespondenten sogar sinnvoll. Das Studium bildet sozusagen den Grundstein, auf diesen muss dann später aufgebaut werden.
Für die genannten Studiengänge gibt es in der Regel einen recht niedrig angelegten Numerus Clausus. Wer diesen nicht erfüllt, hat allerdings immer noch die Chance, über eine ausreichend lange Wartezeit einen Studienplatz zu ergattern. Das Studium mit Abschluss Bachelor dauert drei Jahre, bis zum Diplom sind es vier Jahre. Aufbauend auf den Bachelor kann der Master abgelegt werden. Nun muss allerdings auch gesagt werden, dass das Studium allein noch keine Garantie für eine gute Stelle ist. Erfahrungen in einer Redaktion sind hier weitaus wichtiger, sie können aber nur im Rahmen eines Praktikums oder beim Volontariat gesammelt werden. So schließt sich also an das Studium auch immer noch ein Volontariat an, welches zwischen einem halben Jahr und zwei Jahren dauern kann. In der Zeit ist die Vergütung aber nicht so hoch, wie das ein Absolvent der Universität sich sicherlich wünscht.
Rund ein Drittel der Studienanfänger, die sich für Journalistik oder die Kommunikationswissenschaften entschieden haben, brechen das Studium übrigens wieder ab. Der Grund liegt meist nicht in den Anforderungen, die das Studium stellt, sondern darin, dass sich viele Studienanfänger keine Gedanken darüber gemacht haben, was sie denn eigentlich machen wollten. "Irgendwas mit Medien" ist eine schlechte Ausgangsposition, denn dies ist viel zu ungenau. Durch frühere Praktika sollte schon bekannt sein, was genau in der Redaktion gemacht wird und welche Aufgaben für einen selbst wirklich von Interesse sein könnten.
Noch ein Wort zum Fernstudium: Wer bereits eine Ausbildung hinter sich hat und eine berufliche Neuorientierung wünscht, kann es über ein Fernstudium der Journalistik versuchen. Je nach Hochschule gibt es zum Abschluss ein internes Zeugnis oder den Bachelor, das ist allerdings auch vom gewählten Studiengang abhängig. Berufsbegleitend wird so der Abschluss erreicht, an den sich aber dennoch ganz konservativ ein Volontariat anschließen sollte. Häufig werden die Menschen, die sich über ein Fernstudium der Journalistik genähert haben, mit besseren Jobangeboten belohnt, weil sie sich als besonders belastbar erwiesen haben.